Magie und
Management sind zwei Bereiche, welche auf den ersten Blick wohl kaum
unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite dieser Gratwanderung
vermutet man im Regelfall ein phantastisches Zauberland mit Hexen und
Magiern, wie es in Märchen und Filmen für Unterhaltung und
Kurzweil sorgt. Nur in der Kindheit, in früheren Epochen oder in
rückständigen Kulturen konnte oder kann es vorkommen, daß
man die aufgetischten Fiktionen mit der Wirklichkeit verwechselt. Auf
der anderen Seite wird die knallharte Welt der Fakten und Zahlen gewähnt,
der Ernst des Lebens in all seiner Moderne und Professionalität.
Der Manager als Baumeister der Zukunft ist dabei immer am neuesten Stand
der Technik und bedient sich seriöser Methoden, welche ihm die
ehrwürdigen Wissenschaften ausknobeln und stetig weiterentwickeln.
Über
die magischen Praktiken des Managements blickt hinter diese Fassade
der Fortschrittlichkeit moderner Managementforschung. Auf einer Reise
in die magischen Denkwelten unserer Vorfahren werden verschiedene Persönlichkeitsmodelle
und Verhaltenstypologien vergangener Jahrhunderte vorgestellt und mit
weitverbreiteten Methoden der aktuellen Betriebswirtschaftslehre verglichen.
Stellen unsere heutigen Ansätze eine überlegene Weiterentwicklung
ihrer in den Schatten des Aberglaubens verdrängten Wurzeln dar
oder bestehen vielmehr magische Modelle wie etwa die Archetypenlehre,
das Polaritätenkonzept oder die Elementlehre unter zeitgeistangepaßten
Modemasken in ihnen fort? Vielgelehrte Theorien wie die Managertypen
von Maccoby, die Menschenbilder von Schein oder die Führungsstile
von Reddin werden diesem Vergleich unterzogen und weisen dabei oft erstaunliche
Parallelen auf ...